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Märtyrer

Sel. Sr. Tarsykia (Olga) Matskiw (1919-1944),
U k r a i n e
17. Juli 1944

„Unser Leben ist ein ständiger Kampf zwischen Kreuzen, und nur unter diesen Kreuzen gedeihen heroische und edle Seelen.“

Olga wurde in Chorodje, einem Dorf in der Provinz Lwow geboren. Sie ist das älteste Kind von Maria und Roman Matskiw, die zur gehobenen Bürgerschicht gehören. Ihr Vater hat eine leitende Stellung bei der Bahn inne, ihre Mutter kümmert sich um den Haushalt.

Gegen den Willen ihrer Mutter tritt Olga am 3. Mai 1938 ins griechisch-katholische Kloster der Dienenden Schwestern in Krystynopil ein. Sie nimmt den Namen Tarsykia an. Von Anfang an gibt sie sich als gute, bescheidene und arbeitsame Person zu erkennen. In ihrer Berufung vergisst sie dennoch nicht auf die, die ihr nahe stehen, sie betet für sie, schreibt ihnen Briefe, in denen sie sie ihrer Liebe und Achtung versichert. Sr. Tarsykia arbeitet als Handarbeitslehrerin sowie im Haushalt, sie lehrt Kinder den Katechismus, dient Armen und Hungernden tatkräftig und mit gutem Wort - denn die Armut steigert sich von Tag zu Tag, je länger der Krieg dauert.

Die Nachricht von der Verfolgung der Katholiken (die Bolschewiken vertreiben ganze Ordensgemeinschaften und schicken Priester nach Sibirien) erreicht auch Krystynopil. Trotz der drohenden Gefahr beschließt Sr. Tarsykia zusammen mit 5 anderen Schwestern, im Kloster zu bleiben: im Keller, der für den Fall eines Bombenangriffs vorbereitet war.

Am 17. Juli 1944 erreichen die Bolschewiken Krystynopil. An diesem Tag erwarten die Schwestern einen Priester zu Besuch. Als es an der Tür läutet, geht Sr. Tarsykia, die an diesem Tag Pförtnerin ist, um dem Priester zu öffnen. Ein Schuss fällt, Sr. Tarsykia ist sofort tot. Der Soldat, der die 25-jährige Schwester erschoss, antwortet einer ihrer Mitschwestern auf die Frage nach dem Grund: „Weil sie eine Nonne war.“ Der Beichtvater, P. Wolomir Kowalyk gestand, dass Sr. Tarsykia in Gnade gestorben ist und ihr Leben für die Umkehr Russlands geopfert hat.

Sr. Tarsykia Matskiw wurde am 27. Juni 2001 während des Besuchs von Johannes
Paul II. in Lwow seliggesprochen.