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Märtyrer

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Märtyrer

Sel. P. Miguel Agustin Pro (1891-1927),
M e x i k o
23. November 1927

„Viva Cristo Rey!“

Miguel wurde in Mexiko geboren. Er ist das 3. Kind von 11 Geschwistern der Familie von Ingenieur Pro. Im Alter von 20 Jahren tritt er ins Novizenkloster der Jesuiten in El Liano ein. 1910 bricht in Mexiko der Bürgerkrieg aus, das Kloster wird geschlossen und Miguel ist gezwungen, sein Studium im Ausland fortzusetzen.

1925, im Alter von 34, wird er zum Priester geweiht. In dieser Zeit leidet er an einer Magenkrankheit, die die Ärzte als unheilbar diagnostizieren. P. Pro wird demnach nach Mexiko zurückgesandt, um seine letzten Jahre im Vaterland bei seiner Familie zu verbringen. Als er 1926 nach Mexiko zurückkehrt, findet er sein Land im Konflikt zwischen Staat und Kirche. Der Konflikt verschärft sich, als Plutarco Elias Galles, ein bekannter Kirchengegner, den Präsidentenposten übernimmt. Er strebt die Vergötterung der Person des Präsidenten an. Mehr als 90% der Mexikaner sind Katholiken, also begibt sich die Kirche „in den Untergrund“, wo sie ihre Mission nicht offen erfüllen kann.

P. Pro geht seinen Pflichten als Priester unermüdlich nach. Trotz des Verbotes, Sakramente zu erteilen, hilft er den Armen und Verlassenen, die vom Staat verfolgt werden. Nach zweifacher Festnahme wegen seiner Tätigkeit als Prediger, wird er das dritte Mal auf vollkommen „absurde“ Weise verhaftet. Im November 1927 gibt es einen Anschlag auf den ehemaligen Präsidenten Alvaro Obregon, der jedoch misslingt. Die Schuldigen werden jedoch in einem Auto gefasst, das einmal Miguels Bruder gehört hatte. Der Präsident gibt den Auftrag zur Erschießung beider Brüder, obwohl er weiß, dass sie unschuldig sind.

Am Morgen des 23. November 1927 wird das Urteil vollstreckt. P. Miguel Pro breitet seine Arme aus wie auf einem Kruzifix und ruft im Moment seines Todes: „Viva Cristo Rey!“ („Es lebe Christus, der König“) und fügt hinzu: „Das Kreuz ist meine Waffe. Mit ihr habe ich vor niemandem Angst.“ Sein Begräbnis wird zu einer Demonstration der mexikanischen Katholiken gegen die regierenden Henker des Priesters.

Am 25. September 1988 wurde P. Miguel Pro von Johannes Paul II. seliggesprochen – ein Mensch, dessen einzige „Schuld“ sein Priesteramt gewesen ist.