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Märtyrer

Sel. P. Jerzy Popieluszko (1947-1984),
P o l e n
19. Oktober 1984

„Besiege das Böse durch das Gute“

Popieluszko wurde in dem polnischen Dorf Okopy bei Suchowola geboren. Seine Eltern waren Bauern. Am 28. Mai 1972 wird er von Kardinal Stefan Wyszynski zum Priester geweiht. Ab diesem Zeitpunkt arbeitet er in Warschauer Pfarren mit Kindern und Jugendlichen, dann wird er Seelsorger bei medizinischen Einrichtungen, außerdem engagiert er sich bei der Gründung von Arbeitergemeinden.Im Sommer 1980 hält er die erste Messe für streikende Schweißer auf dem Gelände ihrer Fabrik. P. Jerzy organisiert eine eigene „Schule“ für Arbeiter – einen Vorlesungszyklus über verschiedenste Themenbereiche, die von Fachleuten gehalten werden.

Als in Polen das Militär an die Macht kommt (13. Dezember 1981), widmet sich P. Popieluszko charitativen Tätigkeiten, unterstützt die von der kommunistischen Regierung verfolgten Menschen. Ein Dorn im Auge der Regierung sind seine religiös-patriotischen Predigten, die er bei Messen für sein Vaterland seit 1982 hält. Er macht auf soziale Ungerechtigkeit aufmerksam und wird zum „Gewissen des Volkes“. Für das von sozialer Unsicherheit geprägte Polen sieht er Rettung in den Worten des Hl. Paulus: „Besiege das Böse durch das Gute.“ Die kommunistischen Machthaber versuchen den unbequemen Priester einzuschüchtern. Einbrüche, Beschattungen, Zerstörung von privatem Eigentum, Bombenlegung, ein falscher Prozess, zahlreiche Festnahmen, und schließlich Autounfälle – ein ganzes Arsenal an Mitteln, die P. Popieluszko zum Rückzug aus dem sozialen Leben zwingen sollten.

In der Nacht des 19. Oktober 1984, auf dem Rückweg von Bydgoszcz, wird das Auto mit P. Jerzy von Sicherheitskräften angehalten. Nach Fluchtversuchen aus dem Kofferraum wird er mehrfach zusammengeschlagen und schließlich zum Staudamm bei Wloclawek gebracht, wo man ihn ertränkt. Am Begräbnis von P. Jerzy Popieluszko nahmen Tausende von Menschen teil, überzeugt, dass sie „Zeugen des Opfers eines Priesters sind, der für die Wahrheit sein Leben gelassen hat.“

P. Jerzy Popieluszko, "dessen Tod unsere Augen öffnet; die Augen unseres Herzens, unseres Verstandes, unseres Glaubens", wurde am 6. Juni 2010 auf dem Warschauer Pilsudski-Platz (Polen) selig gesprochen.