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Märtyrer

Die Seminaristen von Buta
B u r u n d i
30. April 1997

„Damit alle eins sind, wie ich in dir, Vater, und du in mir.“

Am 30. April 1997 geht ein weiterer schockierender Bericht über die Massaker bei afrikanischen Stammeskämpfen um die Welt. Dieser Bericht stützt sich auf die Erzählung von Jolique Risimbarniger, einem der wenigen Seminaristen, die dieses Grauen überlebt haben.

„Oase des Friedens“ – so nannte man das Kleine Seminar von Buta aufgrund des dort herrschenden Klimas - einer Atmosphäre, die auf gegenseitigem Respekt zwischen Lehrern und Schülern beruhte und auf der Freundschaft, die die Knaben trotz unterschiedlicher ethnischer Abstammung verband. Das alles endete mit dem 30. April. Ungefähr 100 Soldaten der Partisane Hutu dringen in das Seminar ein. Die Partisanen sind mit Pistolen, Gewehren, Messern und Granaten bewaffnet und befehlen den Buben, sich in zwei Gruppen aufzuteilen: Tutsi und Hutu. Das ist die einzige Chance, um das Leben der letzteren zu retten.

Die Seminaristen bleiben unbefangen in ihrer Haltung und führen die Anweisung nicht aus, worauf die wütenden Partisanen mit der Hinrichtung beginnen. 44 der Seminaristen sterben, 25 werden schwer verwundet. Risimbarniger selbst fällt angeschossen auf ein Bett. Die Partisanen sehen seine herunterhängenden Arme und Beine und sind überzeugt, dass er tot ist. Der Schuss hat ihn ins Becken getroffen, das Kreuzbein zerschmettert, die Wirbel beschädigt, die Gedärme und Genitalien zerrissen. Heute geht der Zeuge des Massakers von Buta mit Krücken und besucht eine Psychotherapie.

Über den Tod seiner Brüder im Glauben sagt er, dass es ein Wunder gewesen sei – alle waren bereit. Einige Tage vor dem Massaker waren alle auf Exerzitien gewesen, wo sie beichteten und die Kommunion empfingen. Auf die Frage, was er für die Mörder empfindet, antwortet Jolique: „Ich bete, dass das Opfer der ermordeten Schüler und unser Leiden die Soldaten, die uns dieses Leiden bereitet haben, zur Umkehr führen wird.“